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Womit wir arbeiten — und warum wir es beim Fachhandel kaufen

7. August 2026
Gebinde Prosol Latexweiss Seide ELF auf der Baustelle, daneben Abdeckmaterial und Kreppband

Auf jeder Baustelle steht irgendwann ein Eimer herum, den niemand fotografiert. Wir haben angefangen, genau diese Eimer zu fotografieren. Nicht aus Materialromantik, sondern weil sich an ihnen mehr über die Qualität einer Arbeit ablesen lässt als am fertigen Anstrich.

Die Frage, welche Farbe, welcher Kleber, welche Abdichtung verbaut wurde, stellt fast niemand. Sie wird erst interessant, wenn etwas nicht hält — und dann ist sie die einzige Frage, die noch zählt.

Der Preis steht auf dem Gebinde. Die Kosten stehen woanders.

Man kann fast jedes Material billiger bekommen. Baumarkt, Onlinehändler, Restposten. Für ein einzelnes Zimmer im Eigenheim mag das aufgehen.

Auf einer Baustelle rechnet sich das anders, weil die Materialkosten selten der große Posten sind. Der große Posten ist Arbeitszeit. Eine Farbe, die dreimal statt zweimal gestrichen werden muss, kostet nicht ein Drittel mehr Material — sie kostet einen ganzen zusätzlichen Arbeitsgang über die komplette Fläche. Eine Grundierung, die auf einem kritischen Untergrund nicht greift, kostet die Fläche zweimal.

Deshalb entscheiden wir nicht am Literpreis.

Was auf unseren Baustellen tatsächlich steht

Kanister Prosol Tiefgrund ELF, Grundiermittel für kritische Untergründe

Farbe kommt von Prosol. Im Kolping-Bildungszentrum Bamberg haben wir mit Tiefgrund ELF grundiert und mit Latexweiss Seide ELF gestrichen. Das Kürzel ELF steht für emissionsarm und lösemittelfrei — in einem Raum, in dem Auszubildende täglich mehrere Stunden sitzen, kein Nebenkriterium. Latex dort, wo geputzt wird, weil ein scheuerbeständiger Film das feuchte Tuch aushält.

Baustoffe über Meier Baustoffe in Lauf. Von dort kam das hochpigmentierte Weiß von HECK für dieselbe Baustelle. Hochpigmentiert heißt schlicht: mehr Pigment, bessere Deckkraft, weniger Durchgänge. Auf fünf Meter hohen Wänden ist jeder eingesparte Anstrich ein spürbarer Posten — an der Rechnung wie am Rücken.

Fliesen und Abdichtung über Fliesen Fischer in Lauf. Von dort stammen die Verbundabdichtung von team-tec aus unserer Badsanierung, die Entkopplungsmatte BLANKE PERMAT aus dem Dachgeschossausbau und die Fliesen beider Projekte.

Befestigung von Würth. Unsere UniFi-Wandhalterung wird standardmäßig mit ASSY Schrauben und SHARK Dübeln ausgeliefert. Eine Halterung ist exakt so gut wie ihre Verankerung im Mauerwerk — alles davor ist Konstruktion, alles danach ist Hoffnung.

Technik von Ubiquiti und der Shelly Group, bei der wir zertifizierter Silber-Partner sind.

Dazu kommen Gerüstbau, Holz, Sanitär und Werkzeug von weiteren regionalen Partnern — die vollständige Liste steht auf unserer Startseite.

Systemverbund ist kein Marketingwort

Das ist das eigentliche Argument, und es wird selten erklärt.

Bauprodukte werden nicht einzeln geprüft, sondern im Verbund. Ein Abdichtungssystem besteht aus Grundierung, Abdichtung, Dichtband, Manschette und dem dafür freigegebenen Kleber. Der Hersteller garantiert die Funktion dieser Kombination — nicht die der Abdichtung an sich.

Wer die Abdichtung von einem Hersteller nimmt, das Dichtband vom nächsten und den Kleber vom Baumarkt, hat kein System mehr, sondern eine Sammlung. Funktioniert oft trotzdem. Aber wenn nicht, gibt es niemanden, der dafür geradesteht — jeder Hersteller verweist zu Recht darauf, dass sein Produkt nicht so geprüft wurde.

Für den Bauherrn heißt das im Schadensfall: kein Systemgeber, keine Herstellerhaftung, kein Gutachten, das auf ein Prüfzeugnis zeigen kann.

Deshalb kaufen wir Systeme, nicht Produkte.

Beratung passiert vor dem Kauf, nicht danach

Ein Fachhändler, der sein Sortiment kennt, sagt einem, welche Serie in welcher Verlegeart funktioniert und wo eine Kombination Ärger macht. Das ist eine Leistung, die im Preis steckt und die man online nicht bekommt.

Bei der Fliesenauswahl für das Dachgeschoss saß unser Bauherr im Showroom in Lauf — begleitet vom Fachpersonal vor Ort und parallel von unserem eigenen Architektur- und Designteam. Zwei Perspektiven: die eine kennt das Material, die andere den Raum. Entschieden hat der Kunde, aber nicht ins Blaue.

Verfügbarkeit ist ein Qualitätsmerkmal

Auf einer laufenden Baustelle ist der Unterschied zwischen „heute Nachmittag” und „in fünf Werktagen” nicht logistisch, sondern wirtschaftlich. Es ist der Unterschied zwischen weiterarbeiten und Gerüst stehen lassen.

Wenn im Kolping-Bildungszentrum zwischen dem 27. Dezember und dem 6. Januar Material fehlt, fällt der Lehrbetrieb am ersten Schultag aus. Regionale Händler, die einen kennen, lösen so etwas mit einem Anruf.

Der ehrliche Teil

Regionaler Fachhandel ist nicht immer günstiger. Bei manchen Artikeln ist er es deutlich nicht, und wer nur den Materialpreis vergleicht, wird das bemerken.

Was man dafür bekommt: einen Ansprechpartner mit Namen, ein System mit durchgehender Gewährleistung, Ware am selben Tag und jemanden, der bei einer Reklamation nicht auf ein Kontaktformular verweist. Diese Posten stehen auf keinem Angebot. Sie fallen erst auf, wenn sie fehlen.

Wir haben uns entschieden, sie einzukaufen — und den Unterschied nicht an unsere Kunden weiterzureichen, sondern in die Ausführung zu stecken.

Warum wir das öffentlich machen

Weil man Material nachprüfen kann. Wer weiß, welches System verbaut wurde, kann das Datenblatt lesen, den Hersteller fragen und im Zweifel jemand anderen damit weiterarbeiten lassen.

Das ist der Unterschied zwischen einer Baustelle, die man übergibt, und einer, die man zurücklässt.


Sie planen eine Sanierung, einen Gewerbeumbau oder ein Bad im Nürnberger Land — Raum Nürnberg, Lauf, Hersbruck, Bamberg oder Bayreuth? Wir sagen Ihnen vorab, mit welchem System wir arbeiten und warum. Sprechen Sie uns an.