Aus einem Großraum werden zwei: Schulungsräume im Baudenkmal
Im Kolping-Bildungszentrum Bamberg — der Leitstelle für Kolping Franken — haben wir aus einem Großraum zwei Räume gemacht: einen Schulungsraum und ein Lehrzimmer für die Koch- und Küchenschule.
Der Ort macht die Aufgabe besonders:
Das Gebäude am Wilhelmsplatz ist die ehemalige Königlich Bayerische Oberpostdirektion, errichtet 1904 bis 1906 und heute eingetragenes Baudenkmal. Der Bestand durfte nicht angetastet werden.
Unsere Lösung:
• Rückbaubar gebaut: Die Trennwände sind ein eingestellter Einbau. Sie tragen nichts und lassen sich vollständig entfernen, ohne Spuren an der historischen Substanz zu hinterlassen. Rundbogenfenster und Deckengesims blieben frei.
• Knapp fünf Meter Wandhöhe: Metallständerwerk mit angepasstem Achsabstand, doppelt beplankt mit versetzten Plattenstößen, montiert vom Rollgerüst.
• Akustik: Mineralwolle im Ständerwerk — zwischen Unterricht auf der einen und einer arbeitenden Lehrküche auf der anderen Seite kein Komfortthema, sondern Voraussetzung.
• Oberfläche in Q4: Die höchste der vier Spachtelqualitäten. Bei Streiflicht aus fünf Meter hohen Fenstern wäre in jeder niedrigeren Stufe jeder Plattenstoß sichtbar geblieben.
• Farbe mit Konzept: Scheuerbeständige Latexfarbe dort, wo in einer Küchenschule geputzt wird — diffusionsoffenes, hochpigmentiertes Weiß auf allen übrigen Flächen, damit der Raum Feuchtespitzen weiter puffern kann.
Sieben Arbeitstage, gelegt in das Fenster zwischen dem 27. Dezember und dem 6. Januar: Der Lehrbetrieb ist keinen einzigen Tag ausgefallen.
Wie das Gebäude von 1906 zur Lehrküche wurde und wie wir dabei vorgegangen sind, steht ausführlich in unserem Blogbeitrag Ein Postamt von 1906 wird Lehrküche.
Durchgeführte Arbeiten:
Ergebnis im Vergleich


Weitere Einblicke






